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Phonologische Informationsverarbeitung ist die Fähigkeit Informationen über die Lautstruktur der gesprochenen und geschriebenen Sprache zu erhalten. Sie stellt die Grundlage zum Lesen und Schreiben lernen dar. Nach modernen wissenschaftlichen Analysen ist die Störung der phonologische Informationsverarbeitung (neben visuellen Schwierigkeiten) DIE Ursache für LRS.

Phonologische Informationsverarbeitung besteht aus folgenden drei Teil-Leistungsbereichen:

1.Phonologisches Rekodieren

Darunter versteht man die Fähigkeit, Bedeutung von Symbolen und Bildern aus dem Langzeitgedächtnis abzurufen. Dadurch erkennt man bereits erlernte Symbole wieder und weiß, was ein bestimmter Buchstabe oder ein Verkehrsschild bedeuten.

Das können Sie mit Ihrem Kind machen, um sein Langzeitgedächtnis zu trainieren:

2. Phonetisches Rekodieren

Unter phonetischem Rekodieren versteht man die Fähigkeit zum Bereithalten der Symbole im Kurzzeitgedächtnis wie z.B. alle Buchstaben eines Wortes. Diese Fähigkeit ist besonders vor allem für die Anfänge des Lesen-Lernens relevant. Ein Leseanfänger erkennt ein Wort noch nicht komplett, sondern nur in Einzelbuchstaben. Um diese Einzelbuchstaben zu einem Wort zusammenzufügen, müssen alle Einzelbuchstaben im Kurzzeitgedächtnis präsent sein.

Tipps zur Unterstützung des Kurzzeitgedächnises Ihres Kindes:

  • Wenig digitale Medien.
  • Bitten Sie Ihr Kind 2-4 unterschiedliche Gegenstände zu bringen
  • Jegliche sprachliche Anweisungen und Aufträge trainieren das Kurzzeitgedächtnis
  • Lassen Sie Ihr Kind eine kurze vorgelesene Geschichte nacherzählen
  • Lassen Sie Ihr Kind Zahlenabfolgen ( 3-2-6) nachsprechen
  • Spiele wie Wer ist das, Gruselino, Dobble, Clack, Schau mal, Halli Galli
  • Was ist weg?

3. Phonologische Bewusstheit

Unter phonologischen Bewusstheit versteht man die Fähigkeit zur Analyse der Sprachstruktur.

Der einfachste Teil der phonologischen Bewusstheit ist die Fähigkeit zum Wörtlängen erkennen. Dabei lernt Ihr Kind zu unterscheiden, ob ein Wort lang oder kurz ist (z.B. Krokodil im Vergleich zum Huhn)

Ebenfalls ein reich einfacher Teil der phonologischen Bewusstheit ist die Fähigkeit Silben zu erkennen. Diese Fähigkeit kommt in einem Alter ab 3,5 Jahren zum Vorschein.

Sie können diese Fähigkeit mit folgenden Vorlagen unterstützen:

Silben klatschen

Silben erkennen

Silben verbinden

Ein weiterer Teilbereich ist die Fähigkeit zum Reimen. Dazu braucht jedes Kind zunächst etwas Übung. Zum Üben können Sie gerne folgende kostenlose Voralgen nutzen:

Reime

Reime identifizieren

Finde drei passende

Reime Verse

Nachdem Kinder Reime sicher beherrschen, lernen Sie die Wortanfänge herauszuhören. Beim genauen Hinhören können Sie also unterscheiden, ob zwei Wörter gleich anfangen oder nicht. Zum besseren Erkennen haben wir eine Vorlage erstellt Ihr Kind nicht nur den ersten Buchstaben, sondern eine ganze Anfangs-Silbe zur Verfügung hat.

Wortanfänge

Was fängt gleich an – schwieriger

Ungefähr parallel dazu entwickelt sich die Fähigkeit zu erkennen, ob ein bestimmter Laut in einem Wort vorkommt oder nicht. Nach etwas Übung kann Ihr Kind auch erkennen, ob der Laut am Anfang, in der Mitte oder am Ende ist.

Wo hörst du ein…?

Wo hörst du ein …? 2

Ein Teilbereich, der am meisten Spaß macht, ist die Kombination von zwei Wörtern zu einem (z.B. Computer + Maus = Computermaus). Dazu haben wir ebenfalls eine Vorlage für Sie.

Zusammengesetzte Wörter


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