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In diesem Artikel geht es nicht um Schnupfen, sondern um ernst zu nehmende chronische, degenerative Krankheiten.

Wann soll man mit dem Kind darüber reden?

Nachdem die Diagnose verkündet wurde, sitzt der Schock der Eltern meistens tief. Sie müssen es erst selbst realisieren und verarbeiten. Die Eltern sollten zuerst die Anfangsemotionen durchleben und sich beruhigen, bevor das Gespräch mit dem Kind stattfinden darf.

Wie soll das Gespräch verlaufen?

Am besten ist es, wenn beide Elternteile anwesend sind. Alternativ kann ein weiterer nahestehender Mensch dabei sein (Oma, Patenonkel usw).

Suchen Sie eine passende Gelegenheit, ohne Hektik und ohne Zeitdruck.

Die Nachricht sollte kurz, präzise und altersgerecht vermittelt werden.

Bei Babys reicht die Information, dass man für ein paar Tage ins Krankenhaus muss und dass Mama/Papa immer dabei sein werden. Mehr brauchen die Kleinen nicht zu wissen und können auch nicht verarbeiten.

2-3-jährige Kinder brauchen eine ganz einfache Erklärung für die Ursache. Beispiel: „Du hast Bauchschmerzen, weil es so eine Bauchkrankheit ist. Deswegen werden wir ganz oft ins Krankenhaus gehen, damit es schnell wieder besser ist. Ich bin immer bei dir!“ Dabei müssen Sie selbst Ruhe und Zuversicht ausstrahlen.

4-5-jährige Kindern haben bereits ein Verständnis für UrsacheWirkungsVerhltnisse. Aber vor allem interessieren Sie dafür, was kurzfristig auf sie zukommt. Beispiel: „Du hast einen Knollen in deinem Bauch und dieser Knollen ist böse. Deswegen muss der Knollen raus. Wir gehen zu einem Doktor, der den Knollen rausmacht. Dazu bekommst du eine Spritze, die kneift ein bisschen, ist aber schnell vorbei. Danach schläfst du ein. Und wenn du aufwachst, sind wir da. Wir bleiben die ganze Zeit da!“

Kinder ab 5 Jahren interessieren sich häufig für die grundlegenden Informationen über das Krankheitsbild. Unterstützen Sie das. Seien Sie ehrlich zu Ihrem Kind. Jegliche Unehrlichlichkeit spüren die Kleinen sofort, und das macht erst recht Angst!

Je nach Krankheitsbild gibt es kindgerechte Erklärungsvideos. Denn das Wissen nimmt die Angst. Eine kindgerechte Erklärung einer schlimmen Krankheit ist meist viel harmloser, als sich ein Kind ohne Informationen sich selbst ausmalen kann.

Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, oder Ihren begleitenden Sozialpädagogen, welche Videos dafür am besten sind.

Für Krebs:

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