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Bewegung ist wichtig für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung der Kinder. Sie treiben allerdings keinen Sport, um gezielt gesund und schlank zu sein. Das machen die Erwachsenen so. Kinder treiben Sport, weil es Spaß macht.

Nicht alle Kinder sind gleich sportlich, aber die meisten Kinder haben eine für sich passende Sportart gefunden. Manche spielen Fußball, manche springen gern, manche tanzen.

Was ist aber, wenn Bewegung Kindern keinen Spaß macht? In diesem Fall muss man sich mit den Ursachen beschäftigen.

Warum meiden Kinder Bewegung?

1. Ist der Wettbewerb zu stark?

Eventuell schätzt das Kind seine Chancen zu gewinnen als sehr schlecht ein. Dabei sinkt seine Motivation so sehr, dass es gar nicht mehr versuchen möchte.

=> Achten Sie auf eine einigermaßen leistungshomogene Gruppe

=> Suchen Sie Sportarten aus, die nicht durch Konkurrenz geprägt sind (z.B. Tanzen, Schwimmen, Kinderturnen usw.). Am besten sind Bewegungsarten, bei denen man gemeinsam an einer Sache arbeitet.

2. Ist der Druck zu hoch ?

Fühlt das Kind sich gezwungen immer das Beste von sich zu geben? Wird von ihm erwartet, dass es immer gewinnt? Der Druck kann von den Eltern aber auch von dem Trainer oder dem Kind selbst ausgehen.

=> Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes

=> Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu viel Druck hat. Am besten gar keinen. Alles, was Ihr Kind macht, sollte aus Spaß an der Sache geschehen.

3. Hat das Kind Angst zu versagen?

Wenn sich ein Kind nicht kompetent genug fühlt, hat es oft Angst nicht gut genug zu sein. Es möchte nicht, das Schlechteste und Langsamste sein.

=> Machen Sie Ihrem Kind Mut. Leben Sie ihm vor, dass es OK ist auch mal Fehler zu machen und auch mal zu verlieren.

=> Suchen Sie einen passenden Schwierigkeitsgrad für Ihr Kind aus. Es sollte eine leichte Herausforderung sein, die Ihr Kind auch meistern kann.

=> Gleichzeitig können Sie mit Ihrem Kind üben, damit es bessert wird.

4. Passt die Sportart zum Charakter des Kindes?

Je nach Persönlichkeitseigenschaften des Kindes sollte man sich für Einzelsport oder Mannschaftssport entscheiden. Aber auch die Intensität sollte dabei beachtet werden. Ein extrovertiertes Mädchen mit viel Energie wird sich mit Yoga sehr schwertun und vermutlich schnell die Freude verlieren. Das Mädchen würde sich viel besser in einer aktiven Mannschaftssportart wie z.B. Fußball fühlen.

5. Kennt das Kind die Bewegungsmuster?

Wenn ein Kind kein Beispiel hat, an dem es sich sportlich orientieren kann, wird es sich nach und nach dem Bewegungsmuster seiner Umwelt anpassen.

=> Seien Sie ein Beispiel für Ihr Kind, was Bewegung angeht. Das bedeutet nicht, dass alle auf einmal intensiv Sport treiben müssen. Aber ein paar Ausflüge und ein paar Spaziergänge sollten auf dem Plan stehen.

6. Hat das Kind viel Medienkontakt?

Beim Sport werden Glückshormone ausgeschüttet. Beim Zocken auch. Mit dem kleinen Unterschied, dass der Körper nicht viel dafür machen muss. Das Gehirn merkt also, dass es einen einfacheren Weg gibt, glücklich zu werden.

=> Begrenzen Sie die Medienzeit Ihres Kindes auf maximal 30 bis 45 Minuten pro Tag


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